SPH Blog

#16 Von SPH’s Clubstages auf die Festivalbühnen Europas

Verfasser: Celine

Showleiter und Gitarrist Emanuel über seine Zeit bei SPH und Majesty

Bremen, 2015. Rund 300 Leute warteten schon in der Vorrunde gespannt auf die Power Metal Band Elbion, mit der Emanuel damals noch hobbymäßig unterwegs war. Gerne erinnert er sich noch an seinen ersten größeren Gig zurück: „SPH gab mir die Möglichkeit, auf einer coolen Bühne mit geilem Licht und geiler Technik zu spielen.“ „Der (...) vielversprechende Gig von Elbion (...) führte die Show zu ihrem Höhepunkt. Ein eindrucksvolles Intro, eine klassische Gesangsausbildung des Sängers, messerscharfe Riffs und fliegende BHs haben eine unvergessliche Performance kreiert. (...) Daher gingen sie als klare Erstplatzierte aus der Show hervor und werden im Stadtfinale hoffentlich erneut ihr Können beweisen.“, so das Review nach dem Konzert.

Damals stand Emanuel kurz vor dem Beginn seines Musikstudiums. Die Shows bei SPH prägten ihn hinsichtlich seiner späteren Karriere und nahmen ihm die Entscheidung ab, den Weg als Berufsmusiker einzuschlagen: „Ich hatte einfach Bock, das regelmäßig zu machen.“ Seit seiner Teilnahme ist Emanuel Showleiter bei SPH und bewertet regelmäßig Auftritte der Bands. Wie er zu Majesty kam, war eher Zufall als Plan: „Ich kannte Majesty schon etwas länger. Ich fand die Musik gut, war aber kein Fanboy oder so. Ich wusste aber, dass der damalige Gitarrist seinen Ausstieg angekündigt hatte.“ Dass Emanuel sich als Gitarrist bei der Heavy Metal beworben hatte, war aber anfangs nicht geplant: „Ich habe ein Video von mir beim Gitarre spielen auf Facebook geladen. Das wurde über mehrere Ecken gelikt und kommentiert. Ein Produzent hat das Video gesehen und gelikt oder kommentiert und irgendwann hat der Promoter von Majesty das Video gesehen und Kontakt zu mir aufgenommen. Er sagte, dass ich mich doch mal als Gitarrist bewerben solle und das habe ich dann auch getan.“ Emanuel wurde daraufhin zur Audition eingeladen und obwohl diese gut lief und er sich mit allen gut verstand, hatte er keine allzu großen Erwartungen. Viele renommierte Gitarristen waren ebenfalls bei der Audition und dass er mit den Worten „Okay, wir rufen an.“ verabschiedet wurde, lies ihn nicht unbedingt hoffen. 

Die Tage vergingen und die angesetzten Majesty Konzerte rückten näher und näher. Bis dato hatte Emanuel noch keine Rückmeldung erhalten. In dem Glauben, die Band hätte sich für einen anderen Gitarristen entschieden, hätte er das Thema beinahe abgehakt, bis ihn eine unbekannte Nummer anrief. Der Sänger von Majesty war am Apparat und teilte ihm mit, dass sie gerne ausprobieren würden, ob es mit Emanuel an der Klampfe passt. Nun galt es also für das erste Festival eine Menge Songs zu lernen. Ohne Tabs und innerhalb kürzester Zeit. „ ‚Aber unsere Songs sind auf Spotify’ hieß es nur. Ich spiele aber schon lange nach Gehör, deshalb war das nichts Fremdes für mich”, erzählt Emanuel, „trotzdem habe ich teilweise kein Auge zugetan und nur geübt.“

Nun stand also der erste Festivalgig an. Neue Band, riesige Crowd, und gerade mal eine Probe. Das Intro begann und die Jungs liefen auf die Bühne. Der Schlachtruf „hail hail to Majesty“ hallte der Band entgegen und 10.000 Leute rasteten zur Musik der Band aus. Der Gig lief reibungslos und nach einer kurzen Probezeit war Emanuel fest dabei.

Auf die Frage, nach seinem persönlichen Highlight erzählte mir Emanuel von seinem Gig beim Summer Breeze: „Ich bin gegen 12 Uhr aufgewacht; gegen 13 Uhr sollten wir spielen. Ich kannte das Summer Breeze bis dahin nicht. Ich ging quasi im Halbschlaf auf die Bühne und überall wo ich hinsah waren Menschen.“ Für Emanuel war das einer der schönsten Tage seines Lebens. Die Passion und Dankbarkeit in den Augen der Leute ist der Grund, weshalb er das alles macht und immer wieder gerne auf der Bühne steht. Als er mit 12/13 anfing, Gitarre zu spielen, hatte er immer davon geträumt, mal auf Tour zu gehen. Für Emanuel ist es ein Gefühl von Freiheit immer und in ganz Europa unterwegs zu sein: „Andere zahlen Geld, um in Paris oder Barcelona Urlaub zu machen. Und wir spielen dort Gigs.“

„Metal mit technischem Niveau an der Leadgitarre, das international bestehen kann. Ein Sänger, wie man ihn seit den großen Tagen des Power Metals in den 90ern missen könnte. Energiegeladen und technisch sicher das Schwergewicht des Abends. Ein Schmankerl für jeden Metal-Fan! Diese Jungs sollte man im Auge behalten.“. Auch das Review des Stadtfinales überhäuft Elbion regelrecht mit positiver Kritik. Trotzdem reichte es damals leider nicht für die nächste Runde.

Im März dieses Jahres erschien das neunte Majesty Studioalbum „Rebels“. Für Emanuel war dies das erste richtig professionell produzierte Album; eine ganz neue Erfahrung. Das Album ist auf Platz 16 der deutschen Charts. Emanuel saß im Tourbus, als er davon erfuhr und war sichtlich stolz: „Es war ein hammer Gefühl!“.

Auch diesen Sommer wird Majesty wieder auf diversen Festivals zu sehen sein. Und eine Tour im Herbst/Winter soll auch noch folgen.