Ibanez

Ibanez – eine Buchhandlung schreibt Musikgeschichte

1908 eröffnete Matsujiro Hoshino in Nagoya eine Buchhandlung, deren Sortiment bereits ein Jahr später um Musikinstrumente erweitert wurde: der Start in eine Welt aus Holz und Saiten. 


Um die große Nachfrage nach Konzertgitarren stillen zu können, begann Hoshino Gakki 1921 die ersten Instrumente aus Europa und den USA zu importieren. Darunter waren ab 1929 auch erste Klassik-Gitarren des spanischen Herstellers Salvador Ibanez. Als der Gitarrenbauer in den 30er Jahren die große Nachfrage nicht mehr bedienen konnte, begann Hoshino selbst mit der Herstellung der Ibanez-Instrumente. Eine Manufaktur fertigte bereits 1937 über 1000 Gitarren pro Monat. 
Anfang der 60er Jahre erreichten die Exporte die USA und Deutschland, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Hoshino und Roland Meinl Musikinstrumente begann. Ende der 60er war Ibanez mit der Produktion von „cheap alternatives“ – günstiger Kopien großer amerikanischer Hersteller – bereits eine bekannte Marke auf dem US-Markt, was Mitte der 70er in einen Rechtsstreit mündete. In der Folge begann mit innovativen Instrumenten und ersten eigenen Endorsern die Zeit der globalen Etablierung. Bob Weir, Paul Stanley von KISS und George Benson führten die Riege der Ibanez-Künstler an. 


Der entscheidende Coup gelang Hoshino mit Steve Vai. Im Sommer 1987, während der NAMM-Show, präsentierte er seine erste Signaturegitarre der Weltöffentlichkeit: die JEM. Auf Basis der JEM entstand mit der RG das mit Abstand erfolgreichste Modell im Ibanez-Sortiment. Außerdem wurde die schlanke S-Serie erstmals aufgelegt und das wegweisende Edge-Tremolo eingeführt. Zudem entwickelten Stars der E-Gitarren-Szene wie Joe Satriani, Paul Gilbert oder Reb Beach ihr Signature-Instrumentr unter dem Banner von Ibanez und trieben damit die Innovation auch bei den Standard-Modellen immer weiter voran. 


Im neuen Jahrtausend wurde dann der Fokus mit Bands wie Korn und Limp Bizkit, oder später mit Animals as Leaders oder Meshuggah noch einmal neu gesetzt und Ibanez experimentierte mit 7-, 8- und sogar 9-saitigen Instrumenten in der Serienfertigung. Ebenso werden bis heute unter dem Label "Bass Workshop" immer wieder Instrumente aufgelegt, die auch den Tieftönern völlig neue Spielansätze bieten, wie etwa der SR-Ashula, welcher mit einem fretless- und fretted-Griffbrett ausgerüstet wurde. 


Hoshino ist stets am Nerv der Zeit, will Musiker begeistern und prägen. Und egal ob Anfänger oder Profi, Metaller, Jazz-Musiker oder Akustikgitarrist – wegen dieser Philosophie ist für viele eine Ibanez-Gitarre das Instrument ihrer Wahl.

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