14.11.2015 - PRE-FINAL

Kulturcafé, Mainz



SPH Bandcontest 2015 - Pre-Final (14.11.2015, Kulturcafé, Mainz)

Das Jahr und die Saison 2015 neigt sich dem Ende zu. Die Pre-Finals stehen an. Am 14. November trafen sieben der 75 besten Bands aus dem diesjährigen Contest in Mainz aufeinander. Auch wenn es anfangs etwas dauerte, bis sich der Raum füllte, trafen eine Menge Gäste ein, um die Musik ihrer Bands zu hören, zu feiern und zu unterstützen. 

Den Anfang machten AGED MOTHER, die mit einer Anreise aus Stuttgart einen etwas längeren Weg vor sich hatten und auch nicht all zu viele Fans motivieren konnten, diesen weiten Weg auf sich zu nehmen. Mit einer guten Vokal-Performance, die auch durch Background Gesang unterstützt wurden, funkigen Gitarren und einem sehr einfühlsam spielenden Schlagzeuger, boten sie ihre Musik dar, die insgesamt ein sehr eingespieltes Bild abgegeben hat. Gekrönt wurde das ganze mit einem Bühnenbild, bestehend aus obsoleten Lampen, die für eine einzigartige Stimmung sorgten. Weiter so!

Als zweites betrachten die MUSTACHE MONKEYS die Bühne. Eine Band, die sich zumindest zur Hälfte stark mit ihrem Bandnamen indentifizieren kann und passende Masken trug. Irgendwo zwischen Indie und Rap, bewegten sich die Songs der Band, die zwischenzeitlich für eine Disco ähnliche Stimmung sorgten. Nach dem die Band warm geworden ist, rannten sie sich fast gegenseitig um, vor lauter Sprüngen und einer expressiven Performance, was mitunter wohl auch an der voll gestellten Bühne lag. Mit einer guten Publikumsanimation brachten die Miltenberger ihre Fans zum Feiern und konnten durchaus überzeugen. 

Nun war die wohl lokalste der sieben Bands an der Reihe, die nur eine knappe halbe Stunde aus der Nibelungenstadt Worms anreiste. Das spiegelte sich auch in den mitgebrachten Fans mit, die die Band lautstark feierten. Insgesamt boten EPIC FATE eine gute Performance und ließen zu erkennen, dass sie mit dem Feedback der letzten Runden einen starken Schritt nach vorne gemacht haben. Eingängige Refrains, rockige Gitarrensoli und ein stimmiges Gesamtbild erspielte den Wormsern den zweiten Platz beim diesjährigen Pre-Final, mit lediglich minimalem Rückstand auf den Sieger. 

Halbzeit in Mainz, zumindest fast. Nach dem es eher rockig und laut daherging wurde es plötzlich etwas ruhiger. Die vier Mannheimer von AUTUMN ROAD betraten die Bühne. In einer Reihe, mit Banjo, Keyboard, Gitarre, Bass und Percussions feuerte die Band ein Feuerwerk der guten Laune ab. Ein perfekt in Szene gesetzter Gesang, der von allen Bandmitgliedern unterstützt wurde und sich sehr gut ergänzte, war einer der ausschlaggebenden Punkte dieser Performance. Lediglich etwas mehr Diversität in den Songs könnte man der Band ankreiden, die dennoch eine Menge Zweitstimmen gesammelt und somit ganz knapp vor dem Zweiten des Abends den Sprung in das Grande Finale geschafft hat. Viel Erfolg! 

Einen großen Kontrast wiederum bildeten QUANTUM aus dem Westerwald. Das Sextett spielt einen zeitgenössischen Mix aus Melodic Hardcore und Metalcore, während sie vor Allem großen Wert auf ihre Performance legten. Sehr solide Drums und ein eingespieltes Auftreten wussten das Publikum zu beeindrucken. Während manch andere mit dieser Musik nicht viel anfangen konnten und den Saal verließen, wurden Fans der härteren Gangart mit einem sehr guten Wechselspiel von cleanen und gutturalen Vocals in ihren Bann gezogen. Ein bisschen mehr Abwechslung in den Songs wäre wünschenswert, aber dennoch konnten Quantum mit einem hohen technischen Level und einer impulsiven Performance das Publikum und die Jury überzeugen und belegen auch sehr knapp den dritten Platz des Pre-Finals. 

Mit “B O T R”-Rufen begrüßten die Fans ihren Favoriten. BLEEDING OUT THE RAGE, steckt hinter der Abkürzung und steht für Metal aus Göppingen. Die Stimmung ist auf dem Gipfel und die Band beginnt mit einer imposanten Performance. Während der gutturale Gesang noch ausbaufähig ist, weiß der Sänger umso mehr mit seiner cleanen Stimme zu überzeugen. Insgesamt bildete die Band ein gutes Bühnenbild, mit eingängigen Songs und einer abgestimmten Performance. Eine große Überaschung und Extra-Punkte sammelten sie vor Allem mit einer akustischen Session, die von einem Cajon mitten im Publikum abgehalten wurde. Mit Feuerzeugen und im Sitzen feierten die Fans ihre Band. Dennoch reichte es nicht, auch wenn manche dies nicht so ganz verstehen wollten, dürfen sie nicht vergessen, wie weit Bleeding Out The Rage gekommen sind, was sie für geile Fans haben und, dass sie damit bereits gewonnen haben ohne die nächste Runde zu erreichen. 

Den Abschluß bildeten MESS UP YOUR DNA, die leider vor einem halb gefüllten Saal spielen mussten, und aufgrund einer Terminüberschneidung den letzten Slot wählen mussten, um überhaupt spielen zu können. Doch, das war der Band egal. Von 0 auf 100 entflammte eine unfassbare Power auf der Bühne, die sich in einer exzessiven Performance widerspiegelte. Gut gespielter Crossover Metal, der stellenweise an Limp Bizkit erinnerte und mit einem guten, abgestimmten Sound überzeugte. Vor Allem der Spaß, war dem Trio anzusehen, und auch wenn es auf Grund des Publikums nicht reichte, bin ich mir sicher, dass sich die Jungs nicht nur ein paar neue Fans erspielt haben, sondern einen riesen Spaß auslebten.

Nun war es soweit, dass alle Leute gebannt auf das Urteil der Jury warteten. Doch bevor es dazu kam, war es mir ein großes Anliegen einen Moment der Ruhe, des Schweigens, respektive des Gedenkens, aufgrund der schrecklichen Geschehnisse in Paris, am 13.11.15 einzulegen. Trotz der ausgelassenen Stimmung wurde der Saal mucksmäuschen still und eine ungewöhnliche Stimmung verbreitete sich. Ein Dankeschön an alle Fans für die respektvolle Geste. Insgesamt war der Abend mit einer überdurchschnittlich guten Laune gespickt. Einige Busse standen vor dem Kulturcafé und bis auf kleine Diskussionen, die auf Grund von extremen Support der befreundeten Band entstanden, verlief der Abend sehr ruhig und stressfrei. Ein Dankeschön an alle Beteiligten und einen virtuellen Applaus an alle Bands, die es verdammt weit geschafft haben und verdammt stolz auf sich selbst sein können!

 Hier das Ergebnis im Detail: 

Band

Jury-Wertung

Publikums-Wertung

Gesamt

Aged Mother

15,42%

10,73%

13,07%

Autumn Road

15,28%

18,69%

16,98%

Bleeding Out The Rage

14,17%

12,46%

13,31%

Epic Fate

11,67%

20,18%

15,93%

Mess Up Your DNA

17,22%

4,04%

10,63%

Mustache Monkeys

12,36%

17,19%

14,77%

Quantum

14,86%

16,72%

15,79%

Verfasser: Rodney Fuchs // SPH
Achtung:

Durch Rundungen kann es ggf. zu leichten Abweichungen kommen (z. B. Addition aller Bandwertungen = 100,1%). Für den Fall, dass eine solche Rundung zwischen zwei Bands entscheiden würde, wird mit den exakten Werten gerechnet.

 

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